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SCHWEIZ-GHANA Erfolgreiche Velo-Partnerschaft
Charles Ohemeng leitet die 200 Köpfe zählende Mechanik-Abteilung der St. Paul Technical School SPATS in Ghana. Er ist dort für die „Velos für Afrika“ verantwortlich und hat bereits Velomechanik als Fach eingeführt. Nun drückte Charles Ohemeng beim „Gump- & Drahtesel“ in Bern selbst die Schulbank – und hat Einiges zu Business und Marketing gelernt. (ca. 3800 Zeichen)

UNO Wasser als Menschenrecht – Ein weiterer Nord-Süd-Konflikt
In der UNO bahnt sich ein elementarer Nord-Süd-Streit an. Ein Grossteil der Entwicklungsländer will das Recht auf Wasser als allgemeines Menschenrecht festschreiben, doch einige Industriestaaten – vor allem Kanada, aber auch die USA, Grossbritannien und Australien – blockieren den Vorstoss. Der zweiseitige Entwurf geht auf eine Initiative Boliviens zurück und soll bis Ende Juli der UNO-Vollversammlung zur Abstimmung vorliegen. (4200 Z.)

NAHOST 50 Frauen wollen Gaza-Blockade brechen
Eine Gruppe arabischer, europäischer und US-amerikanischer Frauen will dieser Tage von Libanon aus in See stechen, um Hilfslieferungen in den abgeriegelten Gazastreifen zu bringen. Die Teilnehmerinnen sind fest entschlossen, mit ihrem Schiff „Maryam“ die von Israel verhängte Blockade zu brechen. (4000 Z.)

GESELLSCHAFT Guatemala erlaubt wieder internationale Adoptionen
Paare aus aller Welt können wieder Kinder in Guatemala adoptieren. Dem Adoptionsrat zufolge bekundeten bereits etliche Paare aus Europa und der Schweiz ihr Interesse. So gut die Entscheidung im Einzelfall sein mag – Menschenrechtler befürchten eine Rückkehr von Menschenraub und Korruption. (ca. 3600 Z.)

 
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SCHWEIZ Mikrofinanz-Dienste boomen – Soziale Standards weiterentwickeln
Dank Mikrofinanz können immer mehr Menschen in Entwicklungsländern Ersparnisse deponieren und Kleinkredite für Gruppenprojekte aufnehmen. Den Weg gebahnt haben nachhaltige Anlagen, wobei die Schweiz doppelt herausragt: Schweizer Fondmanager verwalten rund einen Viertel der weltweiten Investitionen in Mikrofinanz, und die DEZA als bilaterale Geberin ist führend bei der Weiterentwicklung sozialer Standards. Diese stehen im Zentrum einer internationalen Konferenz in Bern. (ca. 4200 Zeichen)

ASIEN Die Grüne Revolution ist am Ende – Hunger auf dem Land besonders gross
In den 1960er Jahren bot die „Grüne Revolution“ Millionen Hungernden in Asien Hoffnung. Mit Hochleistungsgetreide, intensiver Bodennutzung und Rekordernten sollten sie alle satt werden. Nun legt die Welternährungsorganisation FAO deprimierenden Zahlen vor: Immer mehr Menschen leiden an Unterernährung. Besonders gefährdet sind ausgerechnet Menschen in ländlichen Gebieten, die Nahrungsmittel wie Reis produzieren. Sie können kaum andere Lebensmittel bezahlen. (ca. 4000 Z.)

AFRIKA Handel mit asiatischen Ländern im Aufwind
Der indische Textilingenieur Raj Rajendran kam 1999 nach Ruanda, um eine durch den Bürgerkrieg ruinierte Stofffabrik zu schliessen. Stattdessen gründete er dort die erste Seidenfabrik, mittlerweile die grösste private Arbeitgeberin in Ruanda. Sie ist Beispiel für erfolgreiche Süd-Süd-Zusammenarbeit in einem Bericht der Welthandels- und Entwicklungskonferenz UNCTAD. Er zeigt, dass der Handel- und Technologieaustausch Afrikas mit Schwellen- und Entwicklungsländern rasant zunimmt. (ca. 4000 Z.)

BOLIVIEN Ureinwohner fordern territoriale Autonomie
Unzufrieden mit der Regierung des indigenen Staatspräsidenten Evo Morales marschieren derzeit Hunderte bolivianischer Ureinwohner vom Amazonasgebiet zum hoch in den Anden gelegenen Regierungssitz La Paz. Sie fordern Landrechte, Selbstverwaltung und ein Ende der Erdölförderung in ihren Gebieten. (ca. 4000 Z.)

 
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BERN Was die Schweiz zur Halbierung der Armut weltweit unternimmt
Das Ziel einer Halbierung der Armut und des Hungers weltweit scheint in weite Ferne gerückt. Was die Schweiz zu diesen UNO-Millenniumszielen beiträgt, ist Thema einer Tagung von Alliance Sud und Amnesty International in Bern. An einer Podiumsdebatte nehmen Verantwortliche von DEZA, EDA und SECO Stellung zu Fragen der Nichtregierungsorganisationen. (ca. 4000 Zeichen).

Weshalb brauchen die Millenniumsziele neue Impulse, und ausgerechnet von der Schweiz? Die Antwort von Peter Niggli, Geschäftsleiter der Alliance Sud, in einem Interview. (ca. 3000 Z.)

BERN Greminger übergibt Menschenrechts-Stab an Wild
Botschafter Thomas Greminger hat in den vergangen sechs Jahren im Aussenministerium die Politik der „Menschlichen Sicherheit“ geprägt. Das Schweizer Engagement für Frieden und Menschenrechte wird künftig Botschafter Claude Wild weiterführen. Am Donnerstag orientieren die Spitzen-Diplomaten über Krisengebiete und künftige Schwerpunkte des Menschenrechtsdialogs. (ca. 4000. Z.)

LIBYEN Todesstrafen an Flüchtlingen vollstreckt
Tausende Afrikaner versuchen jedes Jahr über Libyen in die EU zu gelangen. Schon der Weg durch die Sahara ist lebensgefährlich. Doch selbst wenn sie den Küstenstaat erreichen, sind sie keineswegs sicher. Dort gehen die Behörden hart gegen die Flüchtlinge vor. Zahlreiche Todesstrafen sind verhängt und auch umgesetzt worden. (ca. 4200 Z.)

MEXIKO Protest gegen Giftmüll-Recycling
Die Bevölkerung des zentralmexikanischen Stadt Apaxco fordert die Schliessung einer nahe gelegenen Fabrik, in der Giftmüll aufbereitet wird. Sie wirft den Betreibern von Ecoltec vor, für den Tod einer Putzkolonne wie auch Krankheiten verantwortlich zu sein. Das Tochterunternehmen des Schweizer Zementkonzerns Holcim bestreitet die Vorwürfe und zeigt sich zum Dialog bereit. (ca. 3800 Z.)

THAILAND Jagd nach lebenden Medikamenten
Thailand ist ein reiches Land – auch wenn der Reichtum nur unter dem Mikroskop sichtbar wird. In den Gewässern und Wäldern gedeihen Mikroorganismen, die für Medizin und Energieversorgung von Belang sind. Doch sie müssen rechtzeitig gefunden werden, denn der Klima-Wandel lässt sie schnell verschwinden. Etliche Mikroorganismen und bioaktive Verbindungen sind in den Labors von Novartis, wo sie auf ihren Nutzen getestet werden. (ca. 5000 Z.)

 
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BERN Entwicklung in Asien und in Afrika im Vergleich
Während einige asiatische Länder einen Aufschwung erleben, scheint die wirtschaftliche Entwicklung in Afrika kaum vom Fleck zu kommen. Stimmt diese Wahrnehmung? Elísio Macamo, Gastprofessor für Afrika-Studien in Basel, Gilles Carbonnier, Professor am Graduate Institute in Genf und Professor Jomo Kwame Sundaram aus Indonesien diskutieren auf Einladung der DEZA über die unterschiedlich verlaufene Entwicklung in Asien und Afrika seit dem Ende der Kolonisierung. (ca. 4000 Zeichen)

GENF/BERN Von der Pampa zur UNO
Der kolumbianische Kleinbauer Don Misael hat erstmals sein Dorf und seine Heimat verlassen, um vor dem UNO-Menschenrechtsrat in Genf über das Schicksal von 123 Familien seiner Gemeinschaft zu berichten. Sie wurden von einem Bio-Palmöl-Konzern vertrieben, dessen Öl auch in Produkten steckt, die in Schweizer Bio-Läden verkauft werden. Der Schweiz-Besuch bringt den Bauern neue Hoffnung. (ca. 5000 Z.)

ASIEN Resistente Erreger und neue Infektionskrankheiten
Neue Anstrengungen und viel Geld werden benötigt, damit in der Asien-Pazifik-Region das komplexe UNO-Millenniumsentwicklungsziel Gesundheit bis 2015 erreicht werden kann. Fachleuten zufolge wird in Südostasien allein die Bekämpfung der Malaria schwierig: Der Erreger verändert sich und wird gegen Medikamente resistent. Dies macht auch bei Infektionskrankheiten zu schaffen. (ca. 4000 Z.)

COSTA RICA Ökotourismus auf dem Prüfstand
Costa Rica wirbt seit Jahren um Feriengäste mit grünem Gewissen. An den Küsten werden jedoch so viele neue Hotels aus dem Boden gestampft, dass Umweltorganisationen die reiche Artenvielfalt akut bedroht sehen. Teils musste auch die Bevölkerung den Touristen weichen. Das Konzept für Ökotourismus müsse dringend hinterfragt werden, fordert nun auch eine Studie. (ca. 3800 Z.)

 
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FUSSBALL Gewerkschaftsappelle an FIFA – Grundlegende Arbeitsrechte einhalten
Das Schweizerische Arbeiterhilfswerk SAH und internationale Gewerkschaften sehen die FIFA für die Missachtung von Arbeits- und Menschenrechten bei der WM 2010 in Südafrika mitverantwortlich. Sie fordern von der FIFA, dass sie die WM-Gastgeber und insbesondere Lizenznehmer, Sponsoren und Baukonsortien vertraglich in die Pflicht nimmt, damit Arbeitsrechte und Löhne eingehalten werden. Eine entsprechende Unterschriftensammlung wird der FIFA am Hauptsitz in Zürich übergeben. (ca. 3800 Zeichen)

SICHERHEIT Weniger Kriminalität im Vortort von Kapstadt dank Gemeinschaftsplanung
Südafrikas Polizei steht in der Kritik, mit unverhältnismässiger Gewalt gegen Obdachlose und Strassenhändler vorzugehen. Dass die Kriminalität ohne Polizei zurückgedrängt werden kann, zeigen bauliche Massnahmen im drittgrössten Township des Landes: Dank Gemeinschaftsplanung der Quartierbevölkerung sind rund 800’000 Menschen im Township Khayelitsha bei Kapstadt selbst für Parkanlagen verantwortlich, und es gibt wenig Gewalt. (ca. 4000 Z.)

UMWELT Die Wohlstandsfalle – Steigender Konsum befeuert den Klimawandel
Wachsender Wohlstand und steigender Konsum treiben den Klimawandel dramatisch voran. Verdoppeln sich die Einkommen, nehmen die ökologischen Belastungen um 80 Prozent zu. Dies belegt eine UNO-Studie, die erstmals umfassend die negativen Folgen des Konsumverhaltens untersucht hat. Sie moniert ferner, dass die reichen Staaten einen Grossteil der letztendlich von ihnen verursachten Umweltschädigung "exportieren". (ca. 3800 Z).

FRÜHWARNSYSTEM Flut-Warnung per Handys – Mekong-Kommission verbessert Prävention
Mit Beginn des Monsun-Regens drohen in Südasien heftige Überschwemmungen. Die zwischenstaatliche Mekong-Kommission (MRC) rüstet die Bevölkerung der Region nun mit Mobiltelefonen aus, um ein Frühwarnsystem zu errichten. Die Menschen in den Dörfern an der Flussüberwachung zu beteiligen, sei auch eine kostengünstige Lösung, ist die MCR überzeugt. (ca. 3800 Z.)

 


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