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Auf Anfrage verfassen wir Beiträge zu diesen aktuellen Themen:

SCHWEIZ Kleinbauern besorgt über Saatgut-Monopole
Lokales Saatgut und Sortenvielfalt sind für die Ernährungssicherheit sowohl in der Schweiz wie im Weltsüden zentral. Eine internationale „Karawane“ durch Schweizer Städten zeigt, dass Bio-Bauern, der Bauernverband, Swissaid wie auch Klein-Produzenten aus Indien, Niger und Nicaragua dieselben Sorgen haben: Sie sehen einen massiven Artenschwund und setzen auf lokale Sorten statt auf „industrielles“ Saatgut. Swissaid-Geschäftsleiterin Caroline Morel erklärt weshalb. (ca. 3800 Zeichen)

SERBIEN Söldner expandieren nach Lateinamerika
Für die meisten Menschen in Serbien ist Lateinamerika weit weg. Dass der Kontinent einen wichtigen, wenn auch zwielichtigen Exportmarkt für die Söldner- und Personenschutzbranche bildet und auch als Zufluchtsort mutmasslicher Kriegsverbrecher und Rauschgift-Krimineller dient, wurde der Öffentlichkeit erst jüngst durch Vorfälle in Bolivien bewusst. Serbien ist das einzige Land in Europa, das keine Aufsicht für die Sicherheitsbranche kennt. Das Innenministerium will das jetzt ändern. (ca. 4000 Z.)

SIMBABWE Militär behält Kontrolle über Diamantenminen
In Simbabwe werden die im Rahmen des Kimberley-Prozesses international geltenden Regeln im Umgang mit Diamanten weiterhin missachtet. Auch die vor einem Jahr geforderte Entmilitarisierung des Diamantenbergbaus ist ausgeblieben. Der in Toronto lehrende Politologe Richard Saunders, Experte für das südliche Afrika, beleuchtet die Vorgeschichte der Diamantenförderung in Simbabwe und die Haltung der von internationaler Kritik unbeeindruckten Regierung in Harare. (ca. 4200 Z.)

CHINA Künstlerkolonie droht Abriss
Vor zehn Jahren zog Ai Weiwei, einer der prominentesten Künstler Chinas, in ein verlassenes Dorf im Nordosten Pekings. Inzwischen ist Coachangdi und sein „China Art Archives and Warehouse“ ein wichtiges Zentrum der Alternativkultur geworden. Den Behörden ist die Kolonie ein Dorn im Auge. Sie wollen die Gebäude niederreissen und die Bevölkerung vertreiben. Die Kunstschaffenden kontern mit mehreren Strategien und suchen mitunter internationale Unterstützung. (ca. 4000 Z.)

 
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Palästinenser boykottieren jüdische Siedlungen
Seit vielen Jahren stehen christliche Palästinenser und mit ihnen der Theologe und Pfarrer Mitri Raheb im Dialog mit Schweizer Christen. Diese und Schweizer Hilfswerke haben in Bern eine Konferenz durchgeführt. Zur Debatte steht, wie mit Sanktionen, Boykott und Rückzug von Investitionen Israels Besatzungspolitik untergraben werden soll. Pfarrer Mitri Raheb nimmt im Gespräch Stellung. (ca. 4000 Zeichen)

Vulkanasche schädigt Faire-Trade-Bauern in Afrika
Die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajokull beschert auch den Fair-Trade-Produzenten in Afrika herbe Verluste. Besonders dramatisch sind die Folgen für die Blumenzüchter in Kenia, die bereits 20 Millionen Rosen wegwerfen mussten. Wie das Südafrikanische Netzwerk für fairen Handel (SAFN) berichtet, wurden auch die Obst- und Gemüsebauern wurden hart getroffen. (ca. 4000 Z.)

Indiens Milchroduzenten unter EU-Liberalisierungsdruck
Bei den Freihandelsgesprächen verstärkt die Europäische Union ihren Druck auf Indien, um die Importzölle für Käse und Milchprodukte zu lockern. Indien würde den Milchsektor am liebsten aus den Verträgen ausklammern: Er sichert rund 90 Millionen Menschen, vorwiegend armen Frauen, die Existenz. Dies werde von der EU und europäischen Milchproduzenten ignoriert, kritisieren NGO. (ca. 4000 Z.)

Weltmeereskonferenz fordert Moratorium für Offshore-Ölbohrungen
Angesichts der verheerenden Ölpest im Golf von Mexiko fordern internationale Umweltfachleute strengere Regelungen für den Betrieb von Bohrinseln. Teilnehmende der 5. Weltmeereskonferenz verlangen einen vorübergehenden Stopp aller Offshore-Förderprojekte. Vor allem in der Arktis müsse die Ölförderung eingestellt werden, bis die Vorschriften verschärft sind, mahnt der WWF. (3800 Z.)

 
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BERN Der Streit ums Wasser und die Kirchen
Vor fünf Jahren haben die Kirchen Brasiliens und der Schweiz die „ökumenische Erklärung zum Wasser als Menschenrecht und als öffentliches Gut" unterzeichnet. Neben dem Grundrecht geht es um konkrete Fälle, so um die Umleitung des Flusses Rio Xingu für ein Grosskraftwerk. Die Bevölkerung wehrt sich seit langem gegen die Pläne, unterstützt von Bischof Luiz Flavio Cappio. Er spricht am 6. Mai in Bern über die Lage, Schweizer Hilfswerke und Kirchen nehmen Stellung. (ca. 4000 Zeichen)

BASEL Von Bruno Manser fehlt auch nach 10 Jahren jede Spur
Bruno Manser, Symbolfigur des Widerstands gegen die Zerstörung der Regenwälder und die Verwendung von Tropenholz, ist vor zehn Jahren im Urwald von Sarawak spurlos verschwunden. Sein Engagement führen die dort lebenden Penan und der Bruno Manser Fonds weiter. Zusammen mit Mansers Familie laden sie am 8. Mai zu einer Gedenkfeier nach Basel ein. (Hommage, ca. 4000 Z.)

MEXIKO Kaffeebauern stösst Förderprogramm für billige Bohnen bitter auf
Bisher produzieren Mexikos Kaffeebauern meist Arabica-Bohnen, die wegen ihres Aromas hoch gehandelt werden. Nun will die Regierung die preiswertere Robusta-Sorte gezielt fördern, obwohl eine UNO-Studie davon abrät und die Kaffeebauern enorme Peiseinbussen befürchten. Profitieren werden hingegen Hersteller von Instantkaffee wie die mexikanische Firma Sabomex und Nestlé, die rund 80 Prozent des gesamten in Mexiko gehandelten Pulverkaffees vertreibt. (ca. 4000 Z.)

NIGER Atomkonzern Areva leugnet Krebsfälle bei der Urangewinnung
Im Norden Nigers ist Frankreichs staatlicher Atomkonzern Areva Herr über die Uranvorkommen und beliefert auch Schweizer Atomkraftwerke. Die Minen im Gebiet der Tuareg machen Niger zum weltweit sechsgrössten Uranförderer, mit dramatischen Folgen für Mensch und Natur. Doch Areva leugnet Zusammenhänge mit den vielen Krebsfällen, und Nigers Regierung bleibt untätig. Betroffene und NGO dokumentieren die Fälle und fordern Transparenz zu den Bergbau-Verträgen. (ca. 4000 Z.)

 
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ARBEIT Ausbildungs- partnerschaft Schweiz-Südafrika bringt kleine Forschritte
Die schweizerisch-südafrikanische Initiative SSACI hat bisher rund 5000 Jugendlichen in Südafrika Ausbildung und Arbeit ermöglicht. Wo jährlich 800’000 Jugendliche auf den Arbeitsmarkt drängen, wirkt das bescheiden. Die Programme dienten auch als Pilotmodelle zur Berufsbildung, betont CEO Ken Duncan bei einem Besuch in Bern. Die Initiative wird von der Schweizer Privatwirtschaft und öffentlichen Hand unterstützt, wenn auch zögerlich. (ca. 4000 Zeichen)

NIGERIA Neues Gesetz verspricht Einheimischen Arbeit in der Erdölindustrie
Nigerias Staatspräsident Goodluck Jonathan hat ein neues Gesetz unterzeichnet, das der lokalen Bevölkerung Arbeitsplätze in der weitgehend von internationalen Konzernen dominierten Erdölindustrie verschaffen soll. Die Unternehmen sind angehalten, nigerianische Arbeitskräfte, Dienstleistungen und Produkte zu nutzen. Die Regelungen werden im Land begrüsst – bisher hat das Öl den Menschen im Nigerdelta mehr Schaden als Nutzen gebracht. (ca. 3700 Z.)

UNO Selbstbestimmungsrecht der indigenen Völker gestärkt
Das Recht von indigenen Völkern auf Selbstbestimmung gewinnt an Stärke. Nach langem Widerstand hat Neuseeland am Ständigen Forum für Indigene Angelegenheiten zugesagt, die UNO-Deklaration über die Rechte der indigenen Völker zu unterzeichnen. Noch weigern sich Kanada und die USA, die kommerzielle Nutzung indigener Territorien von der Zustimmung der Urbevölkerung abhängig zu machen. (ca. 3000 Z.)

NIGER Nach Missernte droht Hungernot
Nach massiven Ernteausfällen infolge Dürre droht Niger abermals eine schwere Versorgungskrise. Über die Hälfte der Bevölkerung hat kaum zu essen, vor allem Kinder und Frauen sind unterernährt. Das Welternährungsprogramm WFP muss seine Hilfe verdoppeln und braucht dringend zusätzliche 96 Mio. Dollar. Aus der Schweiz hat Swissaid Mittel für ein Nothilfe-Projekt bereit gestellt. (3500 Z.)

 
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SCHWEIZ Ökologische und soziale Zulassungskriterien für Agrotreibstoffe gefordert
"Keine Agrotreibstoffe, die zu Hunger und Umweltzerstörung führen", fordert eine Petition, die am Freitag in Bern von der Plattform Agrotreibstoffe lanciert wird. Die darin vereinten 20 Umwelt- und Entwicklungsorganisationen wollen mit Zulassungskriterien verhindern, dass Produktionsanlagen in der Schweiz Schaden in den Herkunftsländern verursachen. Denn für CO2-Pflanzen wie Soja werden Urwälder vernichtet und Bauernfamilien vertrieben. (ca. 4000 Zeichen)

LATEINAMERIKA Reger Handel mit EU sichert keine Arbeitsplätze
Die EU ist nach den USA der zweitgrösste Handelspartner Lateinamerikas. Zwischen 1990 und 2007 hat sich das Handelsvolumen sogar verdoppelt. Einer kürzlich veröffentlichten Studie zufolge konnten Arbeitnehmenden davon kaum profitieren. Denn Lateinamerika liefert in erster Linie Rohstoffe. Viele europäische Firmen sind zudem an Banken und privatisierten Dienstleistungsfirmen beteiligt, vor allem im Strom- Gas- und Bergbausektor. (ca. 4000 Z.)

KAMBODSCHA Regierung überlässt Ausländern grosse Agrarflächen
In Kambodscha macht die arme Landbevölkerung ihrem Zorn auf die Regierung immer häufiger Luft. Sie protestiert gegen die grosszügige Vergabe von Agrarland an ausländische und einheimische Unternehmen. Die Geschäfte werden meist ohne vorherige Rücksprache mit der betroffenen Dorfbevölkerung abgeschlossen, die Kritik an der fehlenden Transparenz nimmt zu. (ca. 3800 Z.)

UGANDA Umstrittenes Palmöl - IFAD im Clinch mit lokalen Umweltgruppen
In Uganda ist ein Streit über ökologische Auswirkungen einer UNO-finanzierten Ölpalmenplantage entbrannt. Der Internationale Agrarentwicklungsfonds (IFAD), der das Projekt im Rahmen seiner Armutsbekämpfungsstrategie unterstützt, sieht sich zu Unrecht angegriffen. Die Umweltorganisationen indes argumentieren mit einem Bericht, der eindringlich vor Schäden für Mensch und Umwelt warnt. (ca. 4000 Z.)

 


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