Aktuelle Themenangebote, Hintergrundberichte und Reportagen erhalten Sie in Französisch, auf Anfrage übersetzt auf Deutsch bei: redaction@infosud.org / www.infosud.org / Kontakt: Carole Vann, Responsable Agence de presse InfoSud / Palais des Nations / Genève
InfoSüd, die Presseagentur mit Weltsicht, hat ihren Betrieb Ende 2012 geschlossen. Die vom Vereinsvorstand beschlossene Aulösung der Redaktion in Bern kommt InfoSud Genf und der Information aus der internationalen UNO-Stadt zugute.
Rund 15 Jahre lang informierte die deutschsprachige InfoSüd-Redaktion eine breite Schweizer Öffentlichkeit über Themen der Nord-Süd-Zusammenarbeit. Unter Leitung von Viera Malach, Journalistin/Redaktorin BR, bot eigene, journalistisch unabhängige Beiträge an und platzierte diese in Zeitungen, Zeitschriften und Online-Medien im deutschsprachigen Raum.
Die Konzentration auf dem Medienmarkt führte indes dazu, dass in den letzten Jahren immer weniger Redaktionen InfoSüd-Texte bestellten. Auch andere Aufträge nahmen ab. So wurde Ende Jahr die Webplattform Interportal.ch für internationale Zusammenarbeit und Entwicklungspolitik eingestellt, deren Online-Redaktion bei InfoSüd angesiedelt war. Die Sites bleiben noch online. Damit stehen interessante Dokumente weiterhin zur Verfügung.
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SCHWEIZ Dialog zu Wirtschaft, Menschenrechten und Frieden Die Schweiz engagiert sich weltweit für Menschenrechte und Frieden. Von den Wirtschaftsakteuren erwartet sie, dass sie die Menschenrechte respektieren. Wie international tätige Firmen diese Erwartung mit ihren Geschäftstätigkeiten in Einklang bringen, beleuchten Podiumsdebatten an der Jahreskonferenz der Abteilung Menschliche Sicherheit des Aussendepartements am Dienstag in Bern. (ca. 4000 Zeichen)
MALI Enteignete Bauern fordern ihr Land zurück In Mali gehen Kleinbauern vor Gericht, um die Rückgabe ihrer Ländereien zu fordern, die der Staat internationalen Agrarkonzernen zugesprochen hat. Den Bauern zufolge wurden rund 800’000 Hektaren Land enteignet. Die Anhörung findet Ende September statt. Infolge der instabilen politischen Lage kommen derweil einige Investitionsprojekte zum Erliegen. (ca. 3700 Z.)
PERU Den Indigenen eine Stimme geben Das im August in Peru erlassene Gesetz über das Recht auf vorherige Konsultation der indigenen Völker steht vor seiner ersten Bewährungsprobe: Die Regierung will die lokale Urbevölkerung zur geplanten neuen Etappe der Förderarbeiten am Ölfeld 1AB im Amazonasgebiet befragen. Allerdings ist unklar, wie die Befragungen ablaufen sollen. (ca. 4000 Z.)
SÜDSUDAN Junge Leute zur Nahrungsproduktion gezwungen Angesicht der Nahrungsknappheit im Südsudan greifen die Behörden zu drastischen Mitteln, um die Landwirtschaft voranzutreiben. Im Bundesstaat Northern Bahr al-Ghazal zwingen Sicherheitskräfte junge Leute zur Feldarbeit in polizeieigenen Agrarbetrieben. In den Bundesstaaten Eastern und Central Equatoria werden Beamte freitags und samstags für Feldarbeit freigestellt. (ca. 4200 Z.)
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SCHWEIZ Der „Rohstoff-Fluch“ und die Entwicklungspolitik Gerade arme Länder sind oft reich an Bodenschätzen, was weltweit tätigen Konzernen Profite bringt, Mensch und Umwelt vor Ort aber vielmehr Schaden zufügt. Da die Schweiz im Rohstoff-Handel einen Spitzenplatz hat, steht sie aus Sicht von Entwicklungsorganisationen besonders in der Verantwortung. Welche Rolle der Schweiz und ihrer Entwicklungspolitik zukommt und welche Handlungsmöglichkeiten es gibt, das erörtern Fachleute an einer Traverse-Debatte der DEZA in Bern. (ca. 4000 Zeichen)
SÜDKOREA IUCN soll Kongress verlegen Südkoreanische Umweltorganisationen haben den Weltnaturschutzbund (IUCN) aufgefordert, seinen vom 6. bis 15. September geplanten Kongress auf der Insel Jeju entweder zu verschieben oder einen anderen Tagungsort zu bestimmen. An die 10’000 Teilnehmende werden auf Jeju erwartet, die Vulkaninsel gilt als ökologisches Kleinod. Es sei zudem ein falsches Signal, den Kongress nahe der geplanten und umstrittenen US- Marinebasis Gangjeong zu veranstalten. (ca. 3800 Z.)
MALAWI Chilwa-See trocknet aus Der Chilwa-See in Malawi droht auszutrocknen. Fischer und Bauern, die an dem Gewässer leben, versuchen verzweifelt, ihre Existenz zu retten. Der Platz an den Ufern ist hart umkämpft. Viele, die an den Hauptstränden lebten, sind bereits an andere Orte umgezogen, um neue Fischgründe und Agrarflächen zu finden. Die Bewegungen führen dazu, dass sich Menschen in bestimmten Gebieten drängen. Dies könne Konflikte auslösen. (ca. 3800 Z.)
INDIEN Ghat-Berge unter UNESCO-Schutz Die UNO-Kultur- und Wissenschaftsorganisation UNESCO hat das Westliche Ghat-Gebirge in Indien auf die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen. Das Gebiet gilt als eines der artenreichsten auf dem Subkontinent. Vertreter politischer Parteien und Unternehmer sind nicht sonderlich zufrieden und fürchten finanzielle Einbussen. Sonderregelungen hatten Bergbau unter Umgehung von Umweltauflagen ermöglicht. (ca. 3800 Z.)
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SCHWEIZ Wasserknappheit wird zu globalem Risiko Bei der Umsetzung des Menschenrechts auf Wasser und sanitäre Grundversorgung gebe es in vielen Ländern nur geringe Fortschritte, kritisieren Nichtregierungsorganisationen. An der Jahreskonferenz der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit am Freitag in Bern spricht Catarina de Albuquerque, UNO-Sonderberichterstatterin für das Recht auf Wasser und Sanitärversorgung, über globale Risiken. (ca. 4000 Zeichen)
ENTWICKLUNG Rekordausfall bei humanitärer Hilfe Bei der globalen Finanzierung humanitärer Hilfe sind 2011 die grössten Ausfälle seit zehn Jahren verzeichnet worden. Ein Bericht der unabhängigen britischen Organisation „Development Initiatives“ zieht in Zweifel, dass die internationale Staatengemeinschaft in der Lage sein wird, in diesem Jahr den 20-prozentigen Mehrbedarf an Hilfen für Dürre- und Konfliktgebiete aufzubringen. (ca. 4000 Z.)
ÄGYPTEN Beduinen ohne Papiere und Bürgerrechte Die „Al Gora-Gemeinde-Entwicklungsvereinigung“ wirft der Regierung in Kairo vor, die Beduinen zu diskriminieren und auszugrenzen. Auf der Sinai-Halbinsel leben etwa 70’000 nicht amtlich registrierte Angehörige der ethnischen Minderheit. Ohne Ausweis erhalten sie weder verbilligte Nahrungsmittel noch Zugang zur staatlichen Krankenkasse, und Beduinenkinder dürfen nicht zur Schule. ( 3800 Z.)
ASIEN „Schmutziger Schnee“ beschleunigt Himalaja-Gletscherschmelze Internationale Forschungseinrichtungen sehen Beweise dafür, dass Russablagerungen im Himalaja die Gletscher- und Schneeschmelze vorantreiben. Sorgen bereiten die Auswirkungen, da vom "Wasserturm" Asiens mehr als eine Milliarde Menschen in acht Staaten abhängen. In Nepal etwa werden die Winter milder und viele kleinere Gewässer grösser, in Pakistan wechseln sich Dürre und Überschwemmungen ab. (ca. 4000 Z.)
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SCHWEIZ Kinderdorf Pestalozzi seit 30 Jahren auch in der Entwicklungshilfe aktiv Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi betreibt nicht nur das Kinderdorf in Trogen. Da die Kinder aus aussereuropäischen Ländern immer weniger in ihre Heimat zurückkehrten, wurde 1982 ein radikaler Kurswechsel hin zu Entwicklungsgrammen beschlossen. Diese fördern den Zugang zu einer guten Grundschulbildung und die Umsetzung der Kinderrechte vor Ort. Das Ausbildungsprogramm „emPower“ wird von der UNESCO als Beitrag zur Friedenserziehung gewertet. (ca. 5000 Zeichen)
UNO Immer mehr private Sicherheitsfirmen Die UNO heuert für ihre Missionen immer öfter private Sicherheitsfirmen an, deren Einsatz immer mehr kostet. Dazu hat das auf die UNO-Politik spezialisierte „Global Policy Forum“ nun einen Bericht vorgelegt. Die NGO kritisiert, dass die Firmen kaum überwacht und deren Verwicklungen in Menschenrechtsverletzungen ignoriert werden. In Reaktion auf die Studie hat die UNO angekündigt, einheitliche Regeln für private Sicherheitsfirmen unter Vertrag einzuführen. (5000 Z.)
ENTWICKLUNG Bericht fordert Reichensteuer Wie wäre es, wenn die derzeit mehr als 1200 Milliardäre weltweit mit einem Prozent ihres Reichtums eine internationale Entwicklungssteuer finanzieren würden? Dieser Vorschlag wird von der UNO diskutiert ebenso wie Steuern auf CO2-Emissionen, Luftverkehr, Finanz- und Währungstransaktionen. Dem „World Economic and Social Survey 2012“ zufolge fehlen Mittel für vereinbarte Entwicklungsinitiativen, da zahlreiche Geber ihre Versprechen nicht einhalten. (ca. 5000 Z.)
ROHSTOFFE Streit um Lithiumförderung in Chile Chiles Regierung will Konzessionen für die Förderung von Lithium versteigern und plant dazu eine Ausnahmeregelung. Gewerkschaften sind gegen die Beteiligung von Privatfirmen und fordern die Ausbeutung durch den Staat zugunsten sozialer Programme. Chile ist der weltgrösste Lithiumproduzent. Die Nachfrage steigt, etwa für Handy- und Laptop-Akkus und neuerdings für Batterien von Elektroautos. (ca. 4500 Z.)
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